Kompetenzstärkung
An der WAMS geht es nicht darum, möglichst viel Stoff zu kennen, sondern darum, mit Wissen umgehen zu können: es einzuordnen, zu hinterfragen, anzuwenden und weiterzuentwickeln. Das ist der Kern unseres Bildungsverständnisses.
Grundlage ist der Berliner Rahmenlehrplan: Teil C definiert die fachlichen Kompetenzen je Fach, Teil A und B den überfachlichen Auftrag aller Schulen — Selbst- und Sozialkompetenz systematisch zu fördern. Diesen Auftrag nehmen wir ernst und leben ihn täglich.
Der Shift: Von Input zu Output
In einer Welt, in der Wissen jederzeit abrufbar ist, zählt nicht mehr das Behalten, sondern das Verarbeiten. Studien wie der OECD Lernkompass 2030 und das Future-Skills-Framework des Stifterverbandes zeigen: Problemlösen, kritisches Denken, Kollaboration und Selbststeuerung sind die Schlüsselkompetenzen des 21. Jahrhunderts.
Früher:
Inputorientierung
Stoff durchnehmen
Auswendig lernen
Wissen reproduzieren
Lehrbuch als Maßstab
Heute:
Wissen anwenden und einordnen
Kritisch denken und urteilen
Probleme eigenständig lösen
Kompetenzen fürs Leben erwerben
Unser Dreiklang
Alle drei Kompetenzbereiche sind gleichwertig. Kein Fach, keine Aktivität, kein Schultag an der WAMS gehört nur einer einzigen Säule. Sie bedingen und ergänzen sich.
Fachkompetenz — Was ich weiß und kann
Fachkompetenz bedeutet für uns mehr als Noten. Wir orientieren uns an den Rahmenlehrplänen Berlin (Teil C) und gehen darüber hinaus: Inhalte werden in Zusammenhänge eingebettet, fachübergreifend gedacht und auf das echte Leben bezogen.
Sprache
Fremdsprachen & Deutsch
Kommunizieren, argumentieren, präsentieren. Wir fördern mündliche Stärke und sprachliche Klarheit als Grundlage für gesellschaftliche Teilhabe.
MINT & Digital
Mathematik, NaWi, ITG
Forschen, experimentieren, programmieren. KI kritisch nutzen, Daten lesen, technische Zusammenhänge verstehen. MINT als Schlüssel zur Zukunft.
Gesellschaft & Welt
GeWi, Kunst, Musik, Sport
Die Welt verstehen, sie ästhetisch erleben und körperlich spüren. Kreativität, kulturelles Bewusstsein und Urteilsvermögen als Kernkompetenzen.
Sozialkompetenz — Wie wir miteinander umgehen
Empathie, Kooperation, Konfliktfähigkeit und demokratische Mitbestimmung sind keine Soft Skills am Rand des Stundenplans. Sie sind Kern unseres täglichen Schullebens. Forschung zeigt: Kollaboration gehört zu den am häufigsten geforderten Future Skills — und sie will geübt sein.
Täglich
Soko-Flex & Klassenrat
Jede Klasse hat wöchentlich eine feste Zeit für soziales Lernen und demokratische Mitbestimmung. Zuhören, Standpunkte vertreten, gemeinsam entscheiden.
Praxis
Projekte, Fahrten & Kooperationen
Wandertage, Klassenfahrten, Projektwochen und AGs: Teamgeist entsteht dort, wo Schulbücher enden und echte Herausforderungen beginnen.
Programme
Fair Player, Faustlos & Patenschaft
Wissenschaftlich erprobte Programme zur Gewaltprävention und Empathieförderung. Patenschaftskonzept: Ältere übernehmen Verantwortung für Jüngere.
Selbstkompetenz — Wer ich bin und wer ich werden will
Wer sich selbst kennt, kann wachsen. Selbstwirksamkeit, Resilienz, Selbstorganisation und die Fähigkeit zur Reflexion sind laut OECD Lernkompass 2030 zentrale Kompetenzen für eine komplexe Welt. Wir schaffen täglich Rahmen, in denen Schülerinnen und Schüler genau das üben.
Struktur
Methodenwoche & Flexband
Jedes Schuljahr beginnt mit einer Methodenwoche: Lernstrategien, Zeitmanagement, Selbstorganisation. Tägliche Flexbandzeiten halten diese Routinen lebendig.
Reflexion
Logbuch & Bilanzgespräche
Halbjährliche Ziel- und Bilanzgespräche mit Eltern und Lehrkraft. Selbst- und Fremdwahrnehmung werden abgeglichen. So wird Entwicklung sichtbar und steuerbar.
Gesundheit
Psychische & physische Stärkung
Schulpsychologie, Schulsozialarbeit und Präventionsangebote begleiten junge Menschen dabei, mit sich selbst in Kontakt zu bleiben und sich zu regulieren.
Die Kompetenzen der Zukunft
Forschung
Was Studien sagen
OECD Lernkompass 2030, Stifterverband Future Skills, die 4K-Formel (Kritisches Denken, Kreativität, Kommunikation, Kollaboration): Alle Rahmenwerke bestätigen, was wir an der WAMS täglich tun. Wir haben den Geist der Zeit erkannt.
Haltung
Was das für uns bedeutet
Wir denken Schule ganzheitlich: fachübergreifend, kompetenzorientiert, empowernd. Nicht Wissen über Wissen reproduzieren, sondern wissen, wie über Wissen nachgedacht wird. Das ist unser Bildungsversprechen.
»In einer Welt, in der Wissen jederzeit abrufbar ist, zählt nicht mehr das Behalten, sondern das Verarbeiten, Urteilen und Handeln.«
In Anlehnung an OECD Lernkompass 2030 und das Leitbild der WAMS
Wolfgang-Amadeus-Mozart-Schule
Gemeinschaftsschule in Berlin-Hellersdorf
Exkursionen und Wandertage
An der WAMS verlagern wir das Lernen oft bewusst ins echte Leben. Hier kann noch einmal neu der Teamgeist gestärkt und Selbstwirksamkeit erfahren werden Ob Stadtrallye, Lama-Wanderung, Floßbau, Kletterpark oder Escape Room – unsere Schüler:innen erleben, was Zusammenarbeit wirklich bedeutet. Theaterbesuche, Museen und Ausflüge erweitern den Horizont und fördern kulturelle Bildung. Viele Wandertage planen die Schüler:innen selbst mit – und übernehmen dabei echte Verantwortung. Eine Kompetenz, die ihnen nicht nur in der Schule weiterhelfen wird.
USA for You - ein Stipendienprogramm voller Möglichkeiten
Das USA for You-Programm von Experiment e.V. bietet Schüler:innen zwischen 15 und 17 Jahren eine einmalige Chance: Mit einem Vollstipendium haben sie die Gelegenheit, zwei Wochen lang in die Vereinigten Staaten zu reisen.
Gemeinsam mit Gleichgesinnten aus ihrem Bundesland erleben sie ein abwechslungsreiches Programm. Im Schuljahr 2024/25 konnten fünf Schüler:innen unserer Schule gefördert werden und an dem Austausch teilnehmen. Auch in diesem Schuljahr haben sich viele Schüler:innen beworben.
Die Teilnehmenden wohnen bei einer Gastfamilie, nehmen an einem Englisch- und Kulturkurs teil und unterstützen ein gemeinnütziges Projekt. Natürlich bleibt auch Zeit für ein aufregendes Freizeitprogramm: ob der Besuch der Universal Filmstudios , das Probieren von original amerikanischem Fast Food oder das Erleben der Natur der USA. Das vielfältige Programm hält für jeden etwas bereit. Nach ihrer Rückkehr werden die Teilnehemenden von der US-Botschaft zu einer feierlichen Abschlussveranstaltung eingeladen, bei der sie ihr Teilnahmezertifikat erhalten. Ein Erlebnis, das die Schüler:innen sicher lange begleiten wird.
Gedenkstättenfahrt – Erinnerung bewahren, Werte stärken
An der Mozart-Schule nehmen Schüler:innen des 9. oder 10. Jahrgangs regelmäßig an einer Gedenkstättenfahrt zur KZ-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau in Polen oder an einer Fahrt nach Frankreich zum Thema Erster Weltkrieg teil. Dieses intensive Lernen außerhalb des Klassenzimmers sehen wir als wichtige Chance, die Themen Frieden/ Krieg, Nationalsozialismus und Erinnerungskultur erlebbar zu machen.
Diese Reisen verstehen wir als ein Beitrag zum Einsatz gegen das Vergessen und für demokratische Werte.
Schüler:innenhaushalt
Einmalig in unserer Region ist unser Schüler:innenhaushalt: Ein Team aus acht Schüler:innen verwaltet ein Budget von 2.600 Euro im Schuljahr und entscheidet demokratisch, wofür es ausgegeben wird - sei es für neue Spielgeräte oder Verschönerungen im Schulhaus.
Schüler:innenaufsichten
Ab der 5. Klasse können sich unsere Lernenden als Schüler:innenaufsichten engagieren und Verantwortung im Schulalltag übernehmen. Sie sind jederzeit ansprechbar und durch ihre Westen gut zu erkennen. Neben den Lehrkräften achten auch sie auf die Einhaltung gemeinsamer Regeln und stehen bei kleineren und Größeren Notsituationen zur Seite.
Schüler:innenvertretung
Die Schülervertretung (SV) ist die starke Stimme der Schülerschaft. Ihre engagierten Mitglieder organisieren regelmäßige Gesamtschüler:innen-Versammlungen und bringen die Perspektiven der Lernenden auch in zentrale Gremien wie die Schulkonferenz ein. Sie arbeitet an konkreten Projekten, oft in enger Abstimmung mit der Schulleitung.
Klassenrat
An der Mozart-Schule ist der Klassenrat fester Bestandteil des Schulalltags. Einmal pro Woche kommen die Schüler:innen einer Klasse zusammen, um gemeinsam Lösungen für Konflikte zu finden, Organisatorisches zu besprechen und ihre Ideen einzubringen.
Bereits in der Grundstufe lernen die Kinder, Verantwortung zu übernehmen und demokratische Prozesse zu üben. Mit zunehmendem Alter leiten sie den Klassenrat schließlich selbstständig - mit genauer Rollenverteilung und festgelegten Regeln. So können sie Selbstwirksamkeitserfahrungen sammeln und Demokratie im Kleinen spürbar machen.
Das Klassenratsmodell basiert auf der Initiative »Der Klassenrat« und wird mit den dazugehörigen Materialien umgesetzt. Es bietet einen geschützten Rahmen, in dem die Schüler:innen lernen, ihre Gemeinschaft aktiv mitzugestalten.